Kursstürze / Blasen

Ein guter Anleger zeichnet sich unter anderem durch ein gehöriges Mass an Geduld aus. Manchmal ist es ratsam, während einer gewissen Zeit keine Anlagen vorzunehmen. Häufig lässt sich ein Kauf ohne weiteres noch etwas aufschieben. Im Grunde ist es ähnlich wie im zwei Mal jährlich stattfindenden Ausverkauf.  Die Methoden des Value Investings lassen sich mit einem Käufer vergleichen, der bevorzugt bei im Preis reduzierten Produkten zugreift.

Seien Sie daher nicht beunruhigt, falls sich die Märkte deutlich nach unten bewegen!  Die interessanteste Zeit für einen substanzorientierten Anleger sind jeweils die Perioden mit deutlich fallenden Kursen. Nach einem Kurssturz lassen sich dann aus den hunderten, der von uns beobachteten und durch uns bereits analysierten Titel, die besonders lukrativen Anlagen auswählen. Dank den tieferen Kursen gelingt es dem wertorientierten Anleger, eine günstig bewertete Anlage zu tätigen.

Beispiele für Kursstürze:

1987er Aktienmarktcrash (Oktober 1987)
Platzen der Dotcom-Blase (ab März 2000) 
Finanzkrise (ab 2007)

 

Von Kursblasen profitiert ein Anleger, indem er bei Erreichen seines Kurszieles den Gewinn realisiert. Häufig verkauft der Valueanleger zu früh. Die letzte Phase der Hausse sollte konsequenterweise mit einem grossen Liquiditätsbestand als Beobachter verbracht werden.

Viel schwieriger ist es auf fallende Kurse zu setzen. Der Verkauf von Anlagen, die man nicht besitzt, sogenannte Shortverkäufe, ist privaten Anlegern generell nicht zu empfehlen. Häufig dauert die Ueberbewertung länger und ist ausgeprägter, als man das vorher erwarten konnte. Nach starken Kursanstiegen der Aktienmärkte empfehlen wir, Positionen in  Staatsanleihen einzugehen. Da die Notenbanken dazu neigen nach Turbulenzen die Geldschleusen zu öffnen, kann der Anleger von steigenden Anleihenkursen profitieren.

Beispiele für Blasen: Dotcom Euphorie (u.a. Internet und Technologiebranchen)
  Staatsanleihen-Blase im Nachgang der Finanzkrise

 

U.S. T-Bonds